Vermeer’s Frauen

„Critics have often noted that the women in Vermeer’s paintings cannot be considered beauties in the conventional sense of the word. Their beauty, instead, derives from the way they are painted and from the harmonic context in which they inhabit. „The qualities that we attribute to Vermeer’s work as a whole apply equally to the women they picture: paintings and personages share dignity, equilibrium and an exceptional of both vivid presence and abstract purity. The figures range from girlish to maternal, yet all are youthful, with high curved foreheads, features that evenly balance the individual and the classical, and simple believable postures. Their costuming—its coloring, shapes and associations contributes so much to bodily construction and expression that the absence of nudes from Vermeer’s oeuvre hardly seems surprising.“ from: „Vermeer’s Women“ http://www.essentialvermeer.com/women…

Painting Goethe’s Faust: Introduction to a new series

Teil 1 einer sehr interessanten Serie über Goethe’s Geschichte von Faust und dessen Abbildung in Gemälden!

The Eclectic Light Company

Narrative painters in the nineteenth century seldom painted contemporary stories, taken from the great and popular authors of that century, such as Victor Hugo, Charles Dickens, or Émile Zola. The exception to this is Goethe’s Faust, which was first published in 1808. By the middle of the century, it had acquired the status of a classic, and depictions were deemed fit for even the most academic of narrative artists.

Faust as published by Goethe isn’t a novel or epic poem, but a play written in rhyming verse. It comes in two parts: the first, which is the more familiar, was published in final form in 1828-29, and tells the story of Faust, his pact with the devil, and Faust’s lover Margarete or Gretchen (a familiar form of the name).

Part two tells of a series of fantastic adventures of Faust in five acts, which are far less well-known and seldom…

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Das Mandala und die 3-dimensionale Wahrnehmung

Diese Tage habe ich eine sehr interessante Dokumentation auf Arte gesehen.

Sakrale Bauwerke – Asiens Tempel https://www.arte.tv/de/videos/048554-002-A/sakrale-bauwerke/ (Ich weiß nicht wie lange der Film in der Mediathek noch bereit steht.)

Hierbei geht es u.a. auch über Thangka’s oder Mandala’s und die Darstellung eines dreidimensionalen Raumes auf 2-dimensionaler Ebene

eigenes Foto

Es wird berichtet, dass in der Meditation vor dem Bild die Wahrnehmung der dreidimensionalen Form geübt wird. Dies führt (nach meiner Annahme) auf neuro-psychologischer Ebene zu einer Erweiterung der Wahrnehmung und der Förderung von Bewusstsein.

Es geht aber auch um das Memorieren der einzelnen Räume und Gänge. Vielleicht eine Übung zur Verinnerlichung des heiligen inneren Raumes. (Dies ist eine Annahme von mir, über Hinweise wäre ich dankbar.)

Eine hervorragende Seite über das Thema findet sich hier http://researchdtmack.com/mandalas.html

Die Madonna des Kanzlers Nicolas Rolin (van Eyk)

Jan van Eyck [Public domain or Public domain]

Drei Dreiheiten: die Säulen des Gebäudes, Rolin mit Kopf, betenden Händen und Buch, Maria mit Engel und Jesus (oder die Krone und Jesus steht/sitzt für sich selbst)

Begegnung auf einer Höhe und dennoch in getrennten Welten. Kein Blickkontakt. Das Muster der Fliesen und die Geometrie zeigen eine deutliche Trennung. Was macht den Unterschied des Musters aus? Und dennoch Präsenz. Die Stärke von Rolin und das bei sich sein von Maria. Jesus ist eine Präsenz hier? Und für was steht Maria hier? Maria und Jesus scheinen hier kaum verbunden. Was ist die Bedeutung der Insel im Hintergrund, der den Schnittpunkt anzeigt? Die Insel liegt hinter der Brücke. Der Brücke zwischen dieser und der anderen Welt?

Wer sind die beiden Gestalten auf dem Balkon? Sie erinnern mich an die beiden Putten auf Raphaels Gemälde der Sixtinischen Madonna. Auch dort verstehe ich die Rolle ihrer Gegenwart nicht. Vielleicht ist es die Rolle des Betrachters? Was denkst Du?

Weitere Informationen zum Bild https://de.wikipedia.org/wiki/Rolin-Madonna

Sixtinische Madonna (Raffael)

Raphael [Public domain]

Die Sixtinische Madonna (ca. 1518) von Raphael Sanzio (1483-1520), Gemäldegalerie Alte Meister in Dresden, Deutschland

Die Gesamtkomposition des Werkes zeigt eine pyramidenförmige Symmetrie, die sich an das uralte Gesetz der „sectio aurea“ (Goldener Schnitt) hält.

Die Jungfrau steht inmitten eines ätherischen Hintergrundes, bestehend aus unzähligen Cherubköpfen, auf Wolken. Die grünen Vorhänge an den Seiten lassen sie wie eine wundersame Erscheinung am Himmel erscheinen. Sie schaut mit ihren großen ernsten Augen direkt zum Betrachter. Ihr Blick drückt gleichermaßen Anmut, Unschuld und eine gewisse Melancholie aus.

Das Kind Jesus ähnelt ruht in einer einfachen und kindlichen Haltung in ihren Armen. Sein Gesicht hat eine bemerkenswerte Ähnlichkeit mit ihr. Es sind die gleichen nachdenklichen Augen, die auch hier auf den Betrachter gerichtet sind.

Auf der linken Seite kniet der heilige Sixtus (gezeichnet mit dem Bildnis von Papst Julius II.) in einer weißen Tunika und einem goldfarbenen Mantel (Pallium). Er schaut zur Madonna und Kind und betet, sein Gesicht wirkt etwas entrückt. Er zeigt mit der rechten Hand in die Richtung des Betrachters.

Rechts von der Jungfrau Maria ist die heilige Barbara, kniend und die Hände über der Brust gefaltet. Ihr sanfter Blick ist nach unten gerichtet. Unten an der Balustrade lehnen zwei Putten. Diese beiden Engel schauen unschuldig, aber auch gelangweilt nach oben.

Im Laufe der Jahrhunderte wurde viel darüber diskutiert, warum sowohl die Jungfrau als auch das Kind so viel Besorgnis zeigen. Weist St. Sixtus mit seiner Hand auf den Grund? Ist die Kreuzigung gemeint? Oder verbirgt sich hier ein anderes Geheimnis? Einige Kunsthistoriker, insbesondere diejenigen des 19. Jahrhunderts, glauben, dass dieses Werk das letzte Gemälde war, das Raffael selbst vollendete. Kein anderes seiner Gemälde wurde so bewundert und als göttlich bezeichnet.

Artikel in der Zeit
„Sixtinische Madonna – Ich seh ihr Bild. Sie war’s.https://www.zeit.de/2011/52/Sixtinische-Madonna

eigene Bildbearbeitung

Aufteilung des Gemäldes nach dem Goldenen Schnitt (weiße Linien) und Einzeichnung des gleichschenkligen Dreiecks (rote Linie). Es lässt sich so die geometrische Gestaltung genau nachvollziehen.

Eine gute Einführung zu Proportion und goldener Schnitt findet sich bei „Lernhelfer“