Schöpfungsmythen. Erzählungen vom Anfang der Menschheit

Doku 2010 Schöpfungsmythen Erzählungen vom Anfang der Menschheit Neun Erzählungen vom Anfang aller Dinge Der Filmemacher Jochen Richter besuchte im Jahr 2008 zwölf indigene Völker rund um den Globus. Neun Erzählungen fanden Platz in dieser Dokumentation. Der Filmautor traf in Südamerika die Tupari am Rio Branco, nahe der bolivianischen Grenze. In Afrika besuchte er die Bidjogos auf einem Archipel vor Guinea-Bissau, die Dogon in Mali und die Himba im Norden Namibias. In Arizona drehte er bei den Navajos im Canyon de Cheilly, und in Grönland traf er eine Inuit in Ilulissat. In Westaustralien besuchte er eine Aboriginee-Sippe und im Südwesten Chinas ein Bergdorf der Naxi-Minderheit. In der westlichen Mongolei traf er den Shamanen und Häuptling der Tuva. Dreharbeiten in Island und Ägypten schlossen die 84 Tage dauernde Reise ab.

Die “Kalte Sophie” und der Heilige Geist – eine Eisheilige oder eine große Schöpfungsgöttin?

Sehr schöner Blogartikel zur (kalten) Sophie

saloma blog

sophia3

Mit der „Kalten Sophie” sollen am 15. Mai ja die sogenannten Eisheiligen beendet sein. Dazu gibt es zahlreiche Bauernregeln.
Stellt sich die Frage, wer diese kühle Frauenfigur ist.
Sophia wird von JüdInnen und gnostischen ChristInnen als allumfassender Geist, als Schöpferin allen Lebens verehrt. Sophia ist der Anfang der Schöpfung, die uralte biblische „Frau Weisheit”, jene göttliche Kraft, die

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Rig Veda X. 129 – Schöpfungsmythen 2

Der Ursprung der Dinge

  1. Weder Nichtsein noch Sein war damals; nicht war der Luftraum noch der Himmel darüber. Was strich hin und her? Wo? In wessen Obhut? Was war das unergründliche tiefe Wasser?
  2. Weder Tod noch Unsterblichkeit war damals; nicht gab es ein Anzeichen von Tag und Nacht. Es atmete nach seinem Eigengesetz ohne Windzug dieses Eine. Irgend ein Anderes als dieses war weiter nicht vorhanden.
  3. Im Anfang war Finsternis in Finsternis versteckt; all dieses war unkenntliche Flut. Das Lebenskräftige, das von der Leere eingeschlossen war, das Eine wurde durch die Macht seines heißen Dranges geboren.
  4. Über dieses kam am Anfang das Liebesverlangen, was des Denkens erster Same war. – Im Herzen forschend machten die Weisen durch Nachdenken das Band des Seins im Nichtsein ausfindig.
  5. Quer hindurch ward ihre Richtschnur gespannt, Gab es denn ein Unten, gab es denn ein Oben? Es waren Besamer, es waren Ausdehnungskräfte da. Unterhalb war der Trieb, oberhalb die Gewährung.
  6. Wer weiß es gewiss, wer kann es hier verkünden, woher sie entstanden, woher diese Schöpfung kam? Die Götter kamen erst nachher durch die Schöpfung dieser Welt. Wer weiß es dann, woraus sie sich entwickelt hat?
  7. Woraus diese Schöpfung sich entwickelt hat, ob er sie gemacht hat oder nicht – der der Aufseher dieser Welt im höchsten Himmel ist, der allein weiß es, es sei denn, dass auch er es nicht weiß.

Die deutsche Übersetzung ist die seit dem Jahr 2000 gemeinfreie Übersetzung des Marburger Indologen Karl Friedrich Geldner (1852-1929), die posthum als „Der Rig-Veda. Aus dem Sanskrit ins Deutsche übersetzt…“ (Harvard Oriental Series, 33-36, Bd.1-3: 1951 ff.) in Cambridge in den USA erschienen ist. Thomas Barth aus Berlin hat dankenswerterweise diese Geldner-Übersetzung als elektronische Datei erfaßt und auf seiner Website zur Verfügung gestellt (http://www.thombar.de).

Schöpfungsmythen 1

Star Ushak‘ Carpet, spätes 15. Jahrhundert
Foto: public domain

Das Verhältnis zwischen dem Endlichen und Unendlichen, zwischen der Welt wie wir sie kennen und dem was vor unserer Wahrnehmung verborgen sein mag, ist eines der zentralen Themen der Schöpfungsmythen. Die zentralen Muster des obigen Teppichs hören an der inneren rechteckigen Begrenzung in einer etwas disharmonischen Weise auf und geben den Eindruck, dass die Muster über oder unter diese Begrenzung weiter gehen. Diese Art der Darstellung ist sehr wahrscheinlich absichtlich kreiert worden, um den Kontrast zwischen dem Unbegrenzten des Göttlichen und die Begrenzungen der menschlichen Wahrnehmung darzustellen.